ASB Magazin
März 2025
8/19

Ein Ort für alle

ASB-Jugendclub Raguhn steht für gemeinsame Erlebnisse und Bildungsangebote

© Irina Schmaus/ASB-Landesverband Sachsen-Anhalt

Der ASB-Jugendclub in Raguhn ist weit mehr als nur ein Treffpunkt – er ist ein Raum für Entwicklung, Austausch und Wachstum und ein Beispiel dafür, wie wichtig die Arbeit in der freien Kinder- und Jugendhilfe ist. Hier wird der Grundstein für eine gute Zukunft gelegt. 

Jeden Nachmittag erwacht der Jugendclub Raguhn zum Leben und füllt sich mit fröhlichem Lachen und sprudelnder Energie von Kindern und Jugendlichen. Hier finden junge Menschen einen Rückzugsort und auch einen Platz, an dem sie sich entfalten und wachsen können. Unter der Leitung von Erzieherin Daniela Lewonig wird die Einrichtung des ASB Halle/Bitterfeld zu einem Ort, an dem Jugendliche Gehör finden und sich öffnen können.

„Der Jugendclub bietet den jungen Menschen nicht nur Zuflucht im Alltag, sondern auch die Freiheit, sie selbst zu sein und ihre Talente zu entfalten. Ich unterstütze sie auf ihrem Weg. Ziel ist es, jedem Jugendlichen das Gefühl zu geben, gehört und geschätzt zu werden, und ihnen die Kraft zu geben, für sich eine gute Zukunft zu gestalten“, sagt Daniela Lewonig. Tochter Janine, die trotz ihrer beruflichen Tätigkeit in der ASB-Kita „Pumuckl“ ihre Freizeit in den Club einbringt, ist dabei eine wertvolle Stütze. Durch die leidenschaftliche Arbeit von Daniela und Janine wird der Club zu einer unverzichtbaren Säule im Alltag der Jugendlichen.

Ein Höhepunkt jedes Nachmittags ist das gemeinsame Zubereiten des Abendessens. Für viele der Jugendlichen ist dies nicht nur eine Mahlzeit, sondern eine wertvolle Erfahrung des Miteinanders. Wenn die Töpfe dampfen und der Duft frisch gekochter Speisen den Raum erfüllt, fühlen sie sich geborgen. Nicht alle kennen gemeinsame Mahlzeiten von zu Hause. Die Einrichtung des ASB Halle/Bitterfeld ist zudem ein Ort des Lernens. Der Besuch von Johannes Reiß, Beauftragter für Drogen- und Suchtprävention des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, bot Gelegenheit, sich offen und ehrlich mit den Themen Drogen und Sucht auseinanderzusetzen. Mithilfe seines „Grünen Koffers“, einem Methodenset zur Cannabisprävention, gelang es Johannes Reiß, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen – offen, humorvoll und kreativ. Die Jugendlichen zeigten sich interessiert. Die wichtigste Erkenntnis des Nachmittags: Glücklichsein geht auch ohne Drogen!


Text: Irina Schmaus