Zu Wasser, zu Lande und in der Luft
ASB-Bevölkerungsschutz in Sachsen-Anhalt probte den Ernstfall
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Auch das Ehrenamt braucht Ausbildung
„Das hier ist Herzens- und Ehrensache und eine ganz andere Welt für mich“, sagt die 24-jährige Nora Tandetzky, die am See ihre „EGA“ (Einsatzkräftegrundausbildung) absolviert. Gemeinsam mit ihrer Mutter ist Nora seit zwei Jahren beim ASB Salzlandkreis engagiert. Beide Frauen treffen sich nach Feierabend regelmäßig mit anderen Ehrenamtlichen zu sogenannten Dienstabenden. Dort beschäftigen sie sich mit vielfältigen Themen rund um den Bevölkerungsschutz. „Wir haben beide ein Helfersyndrom und wollten das sinnvoll einsetzen“, sagt Nora. Die gelernte medizinische Fachangestellte, momentan macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin in einer Kita, weiß, dass Ehrenamt auch Ausbildung braucht: „An diesem Wochenende lerne ich, im Katastrophenfall schnell, koordiniert und professionell zu helfen. Mein Ziel ist es heute, die praktische Prüfung der EGA erfolgreich abzuschließen.“ Und so übte Nora gemeinsam mit vielen anderen das einsatzbezogene Zusammenwirken an verschiedenen Stationen, zum Beispiel den Aufbau eines Behandlungsplatzes, die Vermisstensuche, das Auf- und Absitzen vom Fahrzeug, die Absicherung einer Einsatzstelle, den Umgang mit einem Stromaggregat oder den Aufbau eines Lichtmastes.
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Entschlossen und zusammengehörig
Andere Fachdienste, wie die Wasserretter:innen, übten die Rettung einer Person aus dem Gewässer, die Tauchergruppe meisterte Einsätze unter Wasser, und das Drohnenteam unterstützte mit Luftaufnahmen eine inszenierte Vermisstensuche. Die gemeinsame Ausbildung und Übung war in diesem Jahr mehr als nur Training – sie war eine Demonstration von Entschlossenheit und Zusammengehörigkeit! Die Ehrenamtlichen tauschten sich aus, lernten voneinander und wurden auf mögliche Einsätze bestens vorbereitet. Denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig ein funktionierender Bevölkerungsschutz für die innere Sicherheit unseres Landes ist. Wichtigstes Pfund im Bevölkerungsschutz sind die vielen Tausend ehrenamtlich Aktiven, die, so wie Nora, ihre Freizeit und ihr Know-how beim ASB einbringen und dadurch die Arbeit im Katastrophenschutz erst ermöglichen.
Text: Irina Schmaus